| POLONICUS in Aachen |
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Der Präsident des Europäischen Parlaments wurde am Samstag vom Polnischen Kongress mit dem Polonicus-Ehrenpreis gewürdigt. Der Polnische Kongress ist der Dachverband deutsch-polnischer Organisationen, unter anderem auch der Aachener Polregio. Seinen Preis vergibt der Kongress an Menschen, die sich um die außerhalb ihres Herkunftslandes lebenden Polen, die Polonia, verdient gemacht haben. Gestik, Mimik und Stimmlage zufolge hat Buzek den Preis gern entgegengenommen. Trotz der Übersetzungsprobleme kam die europäische Botschaft am Samstagabend auch bei Zuhörern an, die des Polnischen nicht mächtig sind. Integrationsminister Armin Laschet (CDU) erinnerte daran, dass die Industrialisierung in Deutschland im vorvergangenen Jahrhundert auch durch die Zuwanderung aus Osteuropa geprägt wurde. Und Oberbürgermeister Marcel Philipp unterstrich die Bedeutung des «Friedensprojekts Europa», und zwar «nicht nur auf Ebene der staatstragenden Politik, sondern von Mensch zu Mensch». Der heute 88-Jährige überlebte einst den Aufstand im Warschauer Ghetto und seine Gefangenschaft in Auschwitz. Dennoch setzte er sich nach dem Krieg für die deutsch-polnischen Beziehungen ein. «Ich möchte gestehen, dass ich mir manchmal die Frage stelle, ob ein Einzelner das Recht hat, eine Würdigung für etwas entgegenzunehmen, das doch die Leistung vieler ist», gab Bartoszewski zu bedenken. «Ich wage die Behauptung, dass wir alle, Sie alle heute die Preisträger sind.»
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Aachen. Das Thema war die Völkerverständigung, das Publikum entsprechend international. Einen vermisste man im Krönungssaal des Rathauses gerade deswegen besonders: einen Dolmetscher. Denn die Hauptperson des Abends, Professor Jerzy Buzek, hielt seine Rede auf Polnisch - eine englische oder gar eine deutsche Übersetzung blieb aus.



























